Mehr als 5.000 Tiere erfasst: Das sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem BCSS-Impact-Bericht 2025

Jedes Jahr veröffentlicht das Bazaruto Center for Scientific Studies (BCSS) einen Wirkungsbericht, in dem die wichtigsten Forschungsergebnisse des vergangenen Jahres vorgestellt werden. Für Taucher ist dies von Interesse, da der Bericht einen einzigartigen Einblick in die Vorgänge unter der Wasseroberfläche des Bazaruto-Archipels in Mosambik gewährt.

Der Impact Report 2025 zeigt erneut, wie außergewöhnlich dieses Gebiet ist. Von Buckelwalen und Mantas bis hin zu Haien, Delfinen und Schildkröten: Forscher haben eine Fülle von Daten über das Meeresleben in einem der artenreichsten Gebiete des westlichen Indischen Ozeans gesammelt. Wir fassen die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht zusammen.

Mehr als 5.000 Tiere registriert

Im Jahr 2025 führte das BCSS-Team 72 Forschungsfahrten und 94 wissenschaftliche Tauchuntersuchungen durch. Im Rahmen dieser Erhebungen wurden 353 Beobachtungen von Meereslebewesen erfasst, was mehr als 5.000 einzelnen Tieren aus 23 verschiedenen Arten entspricht.

Auffällig ist, dass unter diesen Arten nicht weniger als 11 weltweit bedrohte Tierarten vorkommen. Dies unterstreicht die Bedeutung des Bazaruto-Archipels als Lebensraum für große Meereslebewesen im Indischen Ozean.

Immer mehr Erkenntnisse über Buckelwale

Einer der Höhepunkte des Berichts ist der weitere Ausbau des Fotoidentifizierungsprogramms für Buckelwale. Indem die Forscher die Wale anhand der einzigartigen Muster auf ihrer Schwanzflosse identifizieren, können sie einzelne Tiere verfolgen und mehr über deren Wanderungsverhalten erfahren.

Mittlerweile umfasst die Datenbank von BCSS 78 identifizierte Buckelwale. Mit jeder neuen Sichtung erweitert sich das Wissen über die Routen, die diese beeindruckenden Tiere durch den Indischen Ozean zurücklegen.

Forschung zu bedrohten Haien

Auch die Hai-Forschung wurde weiter ausgebaut. Im Jahr 2025 wurden Schuppenhammerhaie mit Satellitensendern ausgestattet, um ihre Bewegungen besser zu erfassen. Darüber hinaus gelang dem BCSS eine besondere Premiere mit dem ersten miniPAT-Satellitensender, der an einem Zebrahai angebracht wurde.

Solche Untersuchungen helfen Wissenschaftlern dabei, besser zu verstehen, wie sich diese Tiere in der Region bewegen und welche Gebiete für ihren Schutz von entscheidender Bedeutung sind.

Der Ozean wird Tag und Nacht überwacht

Die Forschung des BCSS beschränkt sich nicht auf die Tiere, die während eines Tauchgangs sichtbar sind. Das Ocean Observatory sammelt kontinuierlich Daten über den Zustand des Ozeans.

Im Jahr 2025 wurden mehr als 90.000 Messdaten erfasst, unter anderem zu Wassertemperatur, Strömungen, Produktivität des Ozeans und anderen Umweltfaktoren. Darüber hinaus kommen Unterwassermikrofone, Satellitendaten und Langzeitmessstationen zum Einsatz, um Veränderungen im Ökosystem genau zu verfolgen.

Ein wachsender Wissensschatz

Seit dem Start des Ocean Observatory hat das BCSS inzwischen mehr als 1.000 Vermessungen durchgeführt, was Tausenden von Forschungsstunden auf See entspricht. Damit entwickelt sich der Bazaruto-Archipel zu einem der am besten erforschten Meeresgebiete des westlichen Indischen Ozeans.

Die gesammelten Daten tragen nicht nur zur wissenschaftlichen Forschung bei, sondern bilden auch eine wichtige Grundlage für den Naturschutz und die nachhaltige Bewirtschaftung des Gebiets.

Was bedeutet das für Taucher?

Für Taucher bestätigt der Bericht vor allem das, was Besucher des Bazaruto-Archipels oft schon erleben, sobald sie ins Wasser gehen: Dies ist ein außergewöhnlich artenreiches Ökosystem. Die zahlreichen Sichtungen von Walen, Delfinen, Mantas, Haien und anderen Meerestieren zeigen, wie außergewöhnlich diese Region nach wie vor ist.

Was einen Besuch bei BCSS zu etwas ganz Besonderem macht, ist, dass Sie nicht nur in einem Gebiet mit beeindruckender Unterwasserwelt tauchen, sondern auch einen Einblick in die Forschung erhalten, die hier täglich betrieben wird. Sie können aus nächster Nähe miterleben, wie Wissenschaftler daran arbeiten, das Verständnis für den Ozean zu vertiefen und bedrohte Arten zu schützen.