Was ist Schwarzwassertauchen?

Haben Sie schon einmal vom Schwarzwassertauchen gehört? Bei dieser besonderen Form des Nachttauchens tauchen Sie nicht über ein Riff, sondern über tiefes offenes Wasser. Kein Grund, kein fester Bezugspunkt, nur eine beleuchtete Linie und Meereslebewesen, die bei Nacht aus der Tiefe auftauchen. Das Schwarzwassertauchen zeigt dir eine Seite des Ozeans, die die meisten Taucher nie erleben.

Was ist Schwarzwassertauchen?

Schwarzwassertauchen ist eine besondere Form des Nachttauchens, bei der Sie nicht über einem Riff oder einem Tauchplatz tauchen, sondern über dem offenen Meer. Der Tauchgang findet über Wasser statt, das Hunderte bis manchmal Tausende von Metern tief ist. Sie selbst befinden sich in der Regel in einer Tiefe zwischen 5 und 30 Metern und haben keine Sicht auf den Grund.

Verwenden Sie anstelle eines Riffs eine Leine mit Lichtern als Referenz. Diese Leine hängt vom Boot herab und lockt Plankton an. Dieses Plankton wiederum bildet Nahrung für alle Arten von Tieren aus den tieferen Wasserschichten, die nachts auftauchen.

Sie tauchen also buchstäblich mitten in der Wassersäule, in der Dunkelheit, während um Sie herum Meereslebewesen auftauchen und verschwinden.

Warum sehen Sie beim Schwarzwassertauchen so viele ungewöhnliche Tiere?

Nachts findet die so genannte vertikale Migration statt. Dabei wandern riesige Mengen von Plankton und Tiefseetieren an die Oberfläche, um sich zu ernähren. Tagsüber sind diese Tiere in großen Tiefen in Sicherheit, außerhalb der Reichweite der meisten Taucher.

Bei einem Schwarzwassertauchgang befinden Sie sich genau in dieser Migrationszone. Das ist es, was diese Tauchgänge so besonders macht: Sie sehen Tiere, die normalerweise verborgen bleiben.

Was können Sie bei einem Schwarzwassertauchgang erleben?

Bei Schwarzwassertauchgängen dreht sich alles um kleines und oft zerbrechliches Leben. Viele Tiere befinden sich noch im Larvenstadium, so dass sie erwachsenen Fischen oder Krustentieren kaum ähneln. Ein Fisch, der später leuchtend bunt und erkennbar sein wird, erscheint hier als fast durchsichtige Kreatur mit großen Augen.

Außerdem schwimmt eine Vielzahl kleiner Krebstiere, wie Garnelen und Krabben, langsam durch das Wasser. Regelmäßig tauchen junge Tintenfische auf, die kurze, aber heftige Bewegungen machen, bevor sie wieder verschwinden.

Sie werden auch verschiedene Arten von Quallen und andere transparente, frei schwimmende Tiere sehen. Einige leben allein, andere bilden lange Ketten, die sich leise mit der Strömung bewegen. Sie sind oft fast vollständig durchsichtig und leuchten manchmal in Ihrer Tauchlampe hell auf.

Kein Tauchgang ist wie der andere. Manchmal bleibt es lange Zeit ruhig, manchmal folgen die Begegnungen in schneller Folge aufeinander. Diese Unvorhersehbarkeit ist es, die das Schwarzwassertauchen so besonders macht.

Wo kann man schwarzes Wasser tauchen?

Schwarzwassertauchen ist nur an Orten möglich, an denen sich tiefes Wasser in Küstennähe befindet und an denen Tauchbasen Erfahrung mit dieser besonderen Form des Tauchens haben.

  • Romblon, Philippinen - einer der besten Plätze der Welt, mit reichem Planktonleben und relativ wenigen Tauchern.
  • Anilao, Philippinen - ein Pionier des Schwarzwassertauchens, der bei Unterwasserfotografen sehr bekannt ist.
  • Lembeh Strait, Indonesien - am besten bekannt für Muck-Diving, aber auch Schwarzwassertauchgänge mit lokalen Anbietern möglich.
  • Tulamben, Bali - An einigen Stellen kann das Schwarzwassertauchen in tiefem Wasser direkt außerhalb des Riffs organisiert werden.
  • Palau - für fortgeschrittene Taucher, die das Unbekannte suchen.
  • Hawaii - der Geburtsort des Schwarzwassertauchens: Hier wurden die ersten Nachttauchgänge über offenem Wasser entwickelt und werden immer noch regelmäßig angeboten.